Wann muss ich einen 8D-Report erstellen und worauf muss ich achten? Gibt es bei bestimmten Vorgängen eine Pflicht einen 8D-Report zu erstellen und welche Alternativen gibt es?

Es gibt natürlich keine Pflicht einen 8D-Report zu erstellen. Kunden im Automobilbereich lassen es einem i. d. R. aber nicht durchgehen, wenn man keinen 8D-Report zurücksendet. Im www gibt es wenn man gerne einen eigenen Report erstellen möchte reichlich Beispiele und Vorlagen. Unter anderem wird das Thema auch in Wikipedia behandelt.

Grundsätzlich ist der Ansatz nach der Erstellung eines 8D-Reportes zu fragen aber falsch. Vor dem 8D-Report steht die 8D-Analyse. Warum das so ist liegt auf der Hand. In manchen Fällen kennt man die wirkliche Fehlerursache nicht.

Der Satz “wir wissen schon woran das liegt” ist häufig nicht wahr. Wenn z. B. eine Zeichnung nicht korrekt ist, liegt das nicht unbedingt nur am Konstrukteur, dafür kann es viele andere Ursachen geben. Aber es ist einfacher das anzunehmen und sehr viel weniger aufwendig und kostenintensiv, als die wirkliche Ursache zu suchen und dann abzustellen, wenn es z. B. an einer Softwareumstellung liegt, die ggf. nicht alle Bestandteile bei 30% der Zeichnungen übernommen hat und die Abstellmaßnahme einen Mitarbeiter eine Woche oder länger mit der Behebung des Problems beschäftigen würde.

Die meisten Firmen oder Mitarbeiter in Unternehmen haben i. d. R. durch die Anforderungen eines Kunden aus dem Automobilsektor Berührungspunkte bezogen auf den 8D-Report. Der Automobilist fordert den gerne ein um festzustellen ob der Lieferant auch erkannt hat, dass es zu einem Fehler gekommen ist und ob der Lieferant diesen jetzt dauerhaft abgestellt hat.

Wenn wir es ganz eng nehmen, können sie keinen 8D-Report erstellen oder an den Kunden retournieren wenn vorher keine 8D-Analyse durchgeführt wurde. Die üblichen 8 Schritte (Disziplinen), von denen der Name resultiert und die man durchführen muss um das Ergebnis also den 8D-Report darstellen zu können, sind folgende:

  1. Team bilden 
  2. Problem/Fehler beschreiben
  3. Sofortmaßnahmen festlegen/umsetzen
  4. Fehlerursache(n) suchen/analysieren/feststellen
  5. Abstellmaßnahmen planen
  6. Abstellmaßnahmen umsetzen
  7. Verhindern das der Fehler wieder auftritt
  8. Den Erfolg des Teams würdigen

Wenn wie die Schritte wirklich durchgeführt haben können sie die Ergebnisse 1:1 in den Report übertragen. Da einige Schritte in der Praxis nicht immer voneinander getrennt werden oder ggf. nicht unbedingt erforderlich sind, haben sich Alternativen zu dem 8D entwickelt wie z. B. 3D und 5D. In den meisten Fällen werden die Reporte des Kunden, nach deren Vorgaben, weil der Kunde auch gerne seine Daten und Nummernkreise in dem Dokument dargestellt haben möchte, retourniert ohne eine eigene Analyse durchgeführt zu haben.

Da die DIN ISO 9001:2015 in dem Kapitel, 10.1 “Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen” folgendes darstellt: 

“Wenn eine Nichtkonformität auftritt, einschließlich derer, die sich aus Reklamationen ergeben, muss die Organisation darauf reagieren und, falls zutreffend die Ursache der Nichtkonformität bestimmen... “ ist es sicher Sinnvoll, gerade wenn mann sich nicht sicher ist was die wirkliche Ursache eines Fehlers ist, eine Ursachenanalyse durchzuführen. Die Durchführung in Form einer 8D-Analyse empfehlen wir dann, wenn es der Kunde wünscht oder eine Firma das aus anderen Gründen machen möchte.


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